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Federohr und Flitzepfote 5 - Der blaue Geist

Für Presse, Blogs und Social Media

Federohr und Flitzepfote 5 - Der blaue Geist

Ein rätselhaftes Abenteuer im Dämmerwald

Stimme(n)

Autor*in

Erscheinungsdatum

Laufzeit

ISBN

Serie / Nr.

Jordis Lank

Jan Terstiege

13. Dezember 2024

1:05:35

9783988187949

Federohr-Reihe

5

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Federohr und Flitzepfote 5 - Der blaue Geist

Ein greller Blitz zuckte am Himmel, gefolgt von ohrenbetäubendem Donnerschlag. Bunte Schemen schwebten vor Flumms Augen. Orientierungslos streifte er Blätter und Zweige, während unter ihm die Mütze wild hin und her schwang. Tuff rief etwas, aber seine Worte gingen im Rumpeln des Donners unter. »Tuff, wir brauchen Schutz!«, rief Flumm. »Kennst du dich in diesem Teil des Waldes aus?« »Nein!«, rief Tuff zurück. »Die meisten Baumhöhlen sind ohnehin schon besetzt und du bist ziemlich groß. Lass uns einen dicht belaubten Baum finden!« Erneut zuckte ein Blitz am Himmel. Für einen Atemzug hing jedes Blatt, jeder Zweig wie erstarrt in gleißendem Licht. Als würde der gesamte Wald zu Stein … Stein! Flumm sah sich um. Ganz in der Nähe mussten die Felsentürme sein! Auf einem dieser hohen Felsen hatte er gesessen, als er den Mondregenbogen entdeckt hatte. Abrupt machte er kehrt und stieg höher. »Was tust du?«, rief Tuff. »Die Felsentürme im Wald! Sie sind ganz nah! Dort können wir uns unterstellen.« Die Mütze unter ihm wackelte. »Nein! Nicht dorthin!« »Wieso nicht?« »Der blaue Geist!« »Der … was?« »Der Geist! Er haust in den Felsentürmen! Hast du nichts davon gehört? Die Geräusche in der Nacht? Die unheimliche blaue Gestalt?« Eine Böe wehte Flumm zur Seite. Er hatte Mühe, die pendelnde Mütze unter Kontrolle zu bringen. Schon prasselten erste Regentropfen auf das Blätterdach und manche zerplatzten auf Flumms Kopf. Huh! Wie kalt sie sind! Wie flüssiges Eis! »Tuff!«, rief Flumm. »Hast du den Geist selbst gesehen?« »Was? Nein! Ich habe nur …« »Hast du ihn gehört?« »Nein! Aber andere haben ihn gehört!« »Welche anderen?« »Ich weiß es nicht! Andere Hörnchen!« Eine weitere Böe fuhr in den Wald und drückte Büsche und Bäume zur Seite. Ein abgerissenes Eichenblatt wehte in Flumms Gesicht und wirbelte über ihm davon. »Fressen Geister Eulen oder Hörnchen?«, rief er gegen den Wind. »Was hast du gesagt?«, schrie Tuff hinauf. Der Regen wurde immer stärker. Dicke Tropfen rauschten vom Himmel und nahmen Flumm die Sicht. Endlich kamen hinter der Regenwand dunkle Felsen zum Vorschein. Zerklüftet und nass glänzend ragten sie hinauf in die Baumkronen. Bei schönem Wetter kletterten Menschen an den steinernen Wänden, weswegen die meisten Waldtiere diese Gegend mieden. Flumm zögerte. Ein Geist? War es nur eine Geschichte, wie sie Huhbert und Hootelia erzählt hatten, als er noch im Nest saß? Oder war dieser Geist echt? Und würde er ihnen etwas tun?

Über die Person hinter der Story

Ich kam Anfang der Siebzigerjahre im äußersten Zipfel des Bergischen Landes zur Welt. Zusammen mit vierzehn Hühnern, einem Hahn, 623.484 Bienen und geschätzten fünf Kaninchen wuchs ich in einem riesigen, halbwilden Garten auf, veranstaltete Schneckenwettrennen und konnte aus Baumrinde ohrenbetäubend laute Hupen basteln. Mit acht Jahren riss ich zusammen mit meinem Papa sämtliche Birkenschösslinge in der Umgebung aus und steckte stattdessen Weidenäste in den Boden – die waren nämlich viel besser für die Bienen. Nach Abitur und Ausbildung zur Industrieinformatikerin arbeite ich seither im wissenschaftlich-technischen Bereich. Aber die Freude am draußen sein ist geblieben – genau wie eine große Anzahl imposanter Weidenbäume in der Gegend. Wenn ich nicht gerade schreibe, dann werfe ich Bälle und Keulen in die Luft, suche verborgene Schätze per GPS oder spiele mich mit Freunden durch meinen Brettspielstapel. Irgendwie ist in mir immer noch ein großes Kind, das Spielen und Lachen und Unsinn machen will, aber hey - ich hoffe, das ist auch noch so, wenn ich 80 bin :)

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